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SHANGRI-LA THE SHARD LONDON
LUXUS ÜBER DEN WOLKEN
Travel
16. September 2026

SHANGRI-LA THE SHARD LONDON LUXUS ÜBER DEN WOLKEN

Es gibt Hotels, die man bucht, und solche, die man erlebt. Das Shangri-La London im ikonischen Wolkenkratzer The Shard gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Ab der 34. Etage beginnt eine Welt, in der London zu Füßen liegt und Luxus einen neuen Horizont bekommt.

Die Zimmer und Suiten zählen zu den spektakulärsten der Stadt – allein wegen der bodentiefen Panoramafenster, die die Metropole in ein ständig wechselndes Kunstwerk verwandeln. Morgens leuchtet die Themse mit den ersten Sonnenstrahlen, nachts funkelt ein Meer aus Lichtern von St Paul’s bis Canary Wharf. Das Design ist elegant-asiatisch, gleichzeitig warm und modern. Besonders begehrt: die Premier Rooms mit Blick auf die Tower Bridge oder die St Paul’s Cathedral. Selbst die Badezimmer bieten oft ein Skyline-Panorama, das man sonst nur von Aussichtstürmen kennt. Das gilt auch für den Sky Pool und die Sky Sauna im 52. Stock. Hier lässt sich bei bester Aussicht entspannen.

© Shangri-La Hotel At The Shard London

Höchste Hotelbar Westeuropas

Auf der 52. Etage befindet sich die Bar GŎNG – ein Hotspot für alle, die Drinks mit Aussicht lieben. Jedes Jahr zum Pride-Monat kreiert das Barteam einen neuen Cocktail, der dann das ganze Jahr über auf der Karte steht. 2025 baute dieser auf Gin auf, mit fruchtigen Noten von Agave, Erdbeermarmelade und einem veganen Schaum auf Basis von Methylcellulose. „Wir wollten bewusst ein Getränk entwickeln, das auch Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen offensteht“, erzählt der Bartender Raffaele. Als Garnitur gibt es essbares buntes Zuckerdekor mit einem Einhorn darauf – ein symbolisches Zeichen für die Community. Ein Teil der Einnahmen wird an „Pride London“ gespendet. Neben diesem Pride-Drink gibt es immer wieder saisonale Specials oder Kollaborationen, etwa beim Event „Cocktail in the City“. Auch die asiatischen Wurzeln der Marke Shangri-La prägen die Karte: Viele Drinks setzen auf japanische oder chinesische Zutaten. Laut Raffaele wechselt das Menü etwa alle sechs Monate.

© Shangri-La Hotel At The Shard London

Ein Viertel voller Kontraste

Das Hotel selbst liegt im lebendigen London Bridge Quarter – einer Gegend, die Geschichte, Kulinarik und moderne Kultur mühelos verbindet. Nur wenige Schritte entfernt lockt der Borough Market, einer der berühmtesten Feinschmeckermärkte der Stadt. Dahinter schlängelt sich die Uferpromenade entlang der Themse, vorbei an der Tate Modern, dem Shakespeare’s Globe und unzähligen Restaurants, die bis spät in die Nacht belebt sind. Die mittelalterliche Southwark Cathedral und The Shard Plaza bieten dagegen erholsame Ruheoasen zwischen all dem Trubel.

© Shangri-La Hotel At The Shard London

„Luxus ist eine Haltung“

Interview: Dirk Baumgartl

Seit 2019 führt der gebürtige Österreicher Kurt Macher das Shangri-La London The Shard als General Manager. Ihm ist klar: Der wahre Luxus steckt für ihn nicht im 52. Stockwerk, sondern in einer Haltung.

Herr Macher, wie definieren Sie Luxus?

Luxus ist ein Gefühl. Es entsteht, wenn Menschen sich willkommen fühlen – unabhängig davon, woher sie kommen oder wen sie lieben. Natürlich haben wir spektakuläre Ausblicke und eines der aufregendsten Gebäude Europas. Aber echter Luxus entsteht erst durch Wärme, Herzlichkeit, persönliche Ansprache. Ich komme aus einem kleinen Dorf bei Graz, und genau dieses familiäre Gefühl versuche ich, überall hin mitzunehmen. Wir duzen uns im Team, wir hören einander zu, wir gestalten Service individuell. Wenn die Mitarbeitenden sich zu Hause fühlen, strahlen sie das automatisch an unsere Gäste aus.

Sie haben auf vier Kontinenten gelebt. Wie beeinflusst diese Erfahrung Ihre Arbeit?
Tief. Ich habe in Kanada, den USA, China, Singapur, Dubai und Frankreich gearbeitet – und bin selbst ein offen schwuler Mann. Das heißt, ich kenne Orte, an denen Vielfalt gefeiert wird, und Orte, an denen sie weniger willkommen ist. Diese Erfahrungen prägen mich. Diversity ist für mich nichts Abstraktes, sondern gelebter Alltag. Deshalb ist es mir wichtig, dass jedes Teammitglied – egal welchen Backgrounds – sich sicher und respektiert fühlt.

Was macht das Shangri-La London so einzigartig?
Natürlich die Aussicht. Wir waren das erste High-Rise-Luxushotel Londons und haben Sichtachsen, die es kein zweites Mal gibt. Aber wir arbeiten ständig daran, das Haus emotionaler zu machen: farbenfrohe Afternoon Teas, saisonale Installationen in der Lobby oder Inspirationen aus britischen Seebädern. Ich liebe es, Klassiker mit einem Twist zu versehen. Und dann gibt es noch etwas, das unser Hotel besonders macht: Wir schreiben personalisierte Nachrichten direkt auf die Fensterscheiben – Hochzeitsgrüße, Namen, kleine Überraschungen. Diese Idee hatte ich an meinem ersten Tag. Die Gäste lieben es, weil es inmitten von 330 Meter Höhe etwas unglaublich Intimes ist.

© Shangri-La Hotel At The Shard London

Das Shangri-La gilt als eines der queerfreundlichsten Luxushotels der Stadt. Was bedeutet Diversity für Sie konkret?
Sehr viel. Wir beschäftigen rund vierzig Nationalitäten und alle sexuellen Orientierungen, Glaubensrichtungen und Identitäten. Die Pride-Flagge hängt bei uns das ganze Jahr – nicht nur im Juni. Wir unterstützen LGBTQ-Organisationen, organisieren Benefizveranstaltungen, mixen jedes Jahr einen neuen Pride-Cocktail und haben auch die Pride-After-Party für die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Pride London gehostet. Für mich zählen aber auch die kleinen Gesten im Service: zwei Herrenbademäntel für schwule Paare, zwei Damenslipper, wenn zwei Frauen einchecken, sensible Pronomen-Nutzung. Mein Team wird regelmäßig geschult – sowohl über unsere Shangri-La Academy als auch durch externe Gastdozent:innen.

Wie queerfreundlich ist die Marke über London hinaus?
Ich habe zugleich die Rolle als Lead for Innovation und Luxury Customer Experience in unserer Region mit 15 Hotels. Das heißt: Best Practices aus London fließen in die gesamte Gruppe ein. Zusätzlich leite ich auch das Shangri-La Paris und sorge dafür, dass wir auch dort deutlicher sichtbar queerfreundlich auftreten.

© allaboutwanderlust

Und privat – was ist Ihr persönlicher Luxus?
Zeit. Ich reise viel, beruflich wie privat. Mein Mann und ich sind seit Kurzem verheiratet, und wie es jeder kennt: Zwischen Meetings, Messen und Fernflügen wird Zeit zu zweit kostbar. Lange schlafen, brunchen, nichts tun – das ist für mich Luxus. Und natürlich, die seltenen Wochenenden zu Hause zu verbringen oder meine Familie in Österreich zu besuchen.

Zum Schluss: Was ist Ihr Geheimtipp rund ums Hotel?
Unbedingt ins OMA – mein Lieblingsrestaurant, das sich anfühlt wie ein modernes Londoner Wohnzimmer. Oder Sentosa, ein neues, sehr gelungenes Singapur-inspiriertes Konzept gleich ums Eck.

www.shangri-la.com

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